Spezialitäten aus der Küche Alaskas

Andere Länder, andere Sitten - das trifft auch auf Alaska zu, wenn es um das Essen geht. Bei Gerichten wie Seehundsuppe, Elchschnauze in Aspik oder Stinkkopf vergeht dem ein oder anderen wahrscheinlich allein beim Gedanken daran der Appetit. Je nach Region findet man eben verschiedene typische Spezialitäten. Ob diese dann auch munden, ist sprichwörtlich Geschmackssache. Übrigens: Um Stinkkopf herzustellen, werden Fischköpfe vergraben und erst nachdem sie verfault sind, weiter zubereitet. In Alaska gibt es wie in vielen anderen Nationen spezielle Gerichte oder landestypische Speisen. Das Essen im Last Frontier State ist einfach, deftig und lecker. Kulinarische Neuheiten kann man in Alaska auf jeden Fall finden, doch wer als Feinschmecker Wert auf Haute Cuisine legt, ist hier nicht unbedingt an der richtigen Adresse.

Spezialitäten Alaskas - Lachs

Wenn Alaska für eines bekannt ist, dann ist das natürlich der ausgezeichnete Lachs, der entweder frisch, in Dosen oder geräuchert erhältlich ist. Heilbutt aus den heimischen Gewässern ist dabei mindestens genauso empfehlenswert. Wer eine Alaska Reise unternimmt, sollte es nicht versäumen, wenigstens einmal den fangfrischen Lachs gekostet zu haben. Als echter Geheimtipp gelten übrigens die Silberlachse, die im Copper River gefangen werden. In Küstenorten erhält man oftmals auch delikate Krebse oder Muscheln, die mit einem Sauerteigbrot serviert werden. Ein echter Genuss sind dabei die Königskrabben, deren zartes Fleisch mit der süßlichen Note unverkennbar ist.

Die alaskanische Küche wird größtenteils durch das Meer bereichert, denn Produkte die auf dem stellenweise kargen Land angebaut werden, gibt es nur wenige. Hier und dort bekommt man mal einen leckeren Blaubeerkuchen, Tundrabeerenmarmelade oder Fiddlehead-Farne. Vor allem während der Sommermonate wird intensive Landwirtschaft betrieben. Dadurch dass die Sonne teilweise tagelang nicht untergeht, sind außergewöhnliche Bedingungen geschaffen, um hier einzigartiges Gemüse anzubauen, das häufig Rekordgröße erlangt. Dass die Restaurantpreise teilweise sehr hoch sind, ist verständlich, denn viele Lebensmittel haben einen langen Transportweg hinter sich, insbesondere im Hinterland, das oftmals nur über den Luftweg erreichbar ist. Für gewöhnlich gibt man ungefähr 15 % Trinkgeld (tip) im Restaurant. Wer während seinem Alaska Urlaub campen möchte, sollte sich daher in den Supermärkten der Städte gut eindecken.

In Alaska leben zahlreiche Wildtiere und man mag vielleicht vermuten, dass deshalb auch Wildfleisch auf der Speiskarte steht. Doch das täuscht, denn es muss erst eine amtstierärztliche Genehmigung für den Verkauf von Wildbret vorliegen und das ist nur bei einigen wenigen Restaurants der Fall. Sehr beliebt sind Rentiersteaks sowie Wurstwaren aus Rentierfleisch. Diese kommen sehr häufig auf den Tisch, denn bei Nome werden die Tiere von den Eskimos gezüchtet. Ein paar Metzgereien bieten auch Rentier-Dörrfleisch an.

Spezialitäten Alaskas - Whiskey

Was wohl eher verwunderlich erscheinen mag, ist die Tatsache, dass Alaska ein echtes Bierland ist. Sehr gut sind die Biere der regionalen Brauereien, wie beispielsweise das Alaskan Amber oder das kanadische Labatt's Blue. Weine, die meistens aus Kalifornien importiert werden, bekommt man häufig nur in besseren Lokalitäten. Sehr beliebt sind natürlich auch hochprozentige Tropfen, wie feinster Bourbon oder Whiskey, entweder pur "on the rocks" oder in Cocktails. Zu den Spezialitäten Alaskas zählt übrigens der Yukon Jack, wobei es sich um einen starken Whiskylikör handelt. Ein Getränk, das man hierzulande wohl nur vergeblich suchen mag, dass aber in Alaska sehr beliebt ist, ist der Tannenspitzentee, der mit seinem speziellen Aroma in erster Linie an Räucherkerzen erinnert.

Spezialitäten Alaskas - Fischsuppe

Zu den regionalen Köstlichkeiten zählen Buffalo Burger (mit Bisonfleisch), Seafood Chowder (Fischsuppe), Eskimo Ice Cream (Tundrabeereneis mit Seehundfett und getrocknetem Fisch), Fireweed Honey (Zuckersirup mit Weidenröschenblüten), Indian Bread (Sauerteigbrot, das in einer Pfanne gebacken wird), Moose Stew (Elchfleischeintopf), Muktuk (Walschwarte, Eskimospezialität zum Rohverzehr), Salmon Bake (Grillparty bei der frische Lachssteaks serviert werden, ähnelt dem Lobster Bake in Neuengland), sowie stuffed Salmon (mit Krebsfleisch gefüllter Lachs) und Sourdough Hotcakes (Sauerteigpfannkuchen).

Die einheimischen Eskimos ernähren sich größtenteils von den hier lebenden Meerestieren, also Seehunden, Walen, Walrossen sowie einigen anderen Fisch- und Tierarten. Die Eskimos verzehren das Fleisch eigentlich immer roh, denn so können sie all die Vitamine und gesunden Stoffe aufnehmen, die der Körper in dieser eisigen Einöde benötigt. Zu den beliebtesten Eskimodelikatessen zählt Walspeck. Auch Walschwanzbraten wird häufig zubereitet und verzehrt ebenso wie Walfleisch, das beispielsweise sauer eingelegt wird.

In Alaska gibt es selbstverständlich auch einige empfehlenswerte Restaurants. Dazu zählen u. a. die "Fort Seward Lodge" im schönen Haines, wo man frische Krebsdelikatessen ordern und dabei den Blick über das Hafenviertel mit den Bergen im Hintergrund schweifen lassen kann. Entertainment und gutes Essen verspricht das "Ester Gold Camp" in Fairbanks. Feine Fischgerichte und Steaks bekommt man im "The Perch" im Denali Nationalpark. Lohnenswert ist ein Besuch des "Club Paris" in Anchorage, wo man angeblich die besten Steaks in ganz Alaska bekommt. Wer während seiner Alaska Reise mal etwas vollkommen Neues zum Frühstück ausprobieren möchte, geht in das rustikale "Gwennie's" in Achorage, denn hier serviert man Pancakes mit frischem Rentieromelette. Fantastische Küche ist auch im "Wasabi's" in Homer garantiert. Diese Sushi-Bar serviert nicht nur exzellente Köstlichkeiten, sondern garantiert auch traumhafte Ausblicke und Panoramen. Etwas skurriler geht es im "Resurrect Art Coffee House" zu: das kleine Café in Seward ist in einem alten Gotteshaus untergebracht und an einigen Abenden finden hier auch Vorlesungen statt.