Alaskas Tierwelt

Alaska bietet auf einer riesigen Fläche genügend Lebensraum und Platz für eine einzigartige und vielfältige Tierwelt, schließlich ist Alaskas Wildnis fast menschenleer und somit ein echtes Tierparadies. Die speziellen Vegetations- und Klimabedingungen sorgen dafür, dass sich auch sehr seltene Tierarten angesiedelt haben, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Hier sind Elche, Bären, Wölfe, Karibus, Moschusochsen, Bergziegen, Dallschafe, Weißkopfseeadler, Seelöwen, Walrosse, kleinere Pelztiere wie Bieber oder Otter und noch viele andere Wildtiere zu Hause. Es gibt zahlreiche Naturschutzgebiete, die sich hauptsächlich weit entfernt des Straßensystems befinden und somit ein ideales Refugium für die heimischen Tiere bilden. Die beeindruckende Tierwelt ist neben den atemberaubenden Landschaften einer der Höhepunkte für Alaskabesucher.

Hier hat man zahlreiche Möglichkeiten zur Tierbeobachtung, entweder ganz gezielt während einer Wildlife-Tour oder zufällig bei einer Mietwagenrundreise durch Alaska. Es ist ebenfalls möglich das Tierparadies aus der Vogelperspektive während einer Flightseeing Tour mit einem Buschflugzeug zu entdecken oder man begibt sich auf eine Wandertour durch die unendlichen Weiten Alaskas. Selbstverständlich kann man diese beiden Varianten auch kombinieren und mit dem Buschflugzeug in entlegenere Gegenden fliegen, um von dort aus schließlich zu Fuß weiter zu gehen. In den Nationalparks werden ebenfalls geführte Touren angeboten, um beispielsweise Bären oder Karibus zu sehen. In den Küstengewässern kann man während einer Tagestour vom Boot aus auf Wale, Robben, Seelöwen und zahlreiche Wasservögel treffen.

Braunbär - Alaska

Besonders beliebt in Alaska sind Bärenbeobachtungen. Da hier mehr als 50.000 Schwarzbären und 40.000 Braunbären leben, verfügt Alaska über die größte Konzentration an Bären auf der ganzen Welt. Als größte Bären-Spezies gelten die Kodiak-Bären die auf der gleichnamigen Kodiak-Insel heimisch sind und auch nur in Alaska vorkommen. Abhängig von der Region, halten die Bären ungefähr von Oktober bis April ihren Winterschlaf. Während dieser Zeit erblicken auch ihre Jungen das Licht der Welt. Im Westen und Norden Alaskas kann man außerdem auf Eisbären treffen oder im Denali Nationalpark auf die mächtigen Grizzly-Bären. Eine sprichwörtliche Bärengarantie gibt es in fischreichen Gegenden, wo man die erfolgreichen Jäger auch beim Fische (insbesondere Lachse) fangen beobachten kann, was natürlich ein unvergessliches Highlight einer Alaska Reise ist. Zwischen Mai und September kehren die Lachse zu ihren Laichgründen nach Alaska zurück. Dann tummeln sich in den hiesigen Gewässern Millionen von Lachsen und schaffen somit ein echtes Schlaraffenland für die Bären - aber auch für Angler.

Auch Elche sind im Last Frontier State stark vertreten. Bis auf den hohen Norden und die Inseln, gibt es überall in Alaska Elche. Besonders in der Interior und Southcentral Region leben riesige Herden dieser Huftiere, die auch gerne mal die dortigen Ortschaften "unsicher" machen. Ebenfalls findet man in Alaska Karibus (Rentiere) die ihre Streifzüge durch die Region Interior machen und am Tag bis zu 80 Kilometer zurücklegen können.

Buckelwal - Alaska

In den Küstengewässern Alaskas sind sechzehn verschiedene Walarten beheimatet, darunter Killerwale, Buckelwale und Belugawale. Eine recht seltene Walart ist ebenfalls in Alaskas Gewässern heimisch: das See-Einhorn, auch bekannt als Narwal. Von April bis November kommen aus südlicheren Gegenden der USA weitere Wale hierher. Viele Orte auf Kodiak Island, der Kenai Halbinsel oder in der Inside Passage bieten Walbeobachtungstouren an. Ebenfalls kann man während einer Bootstour Seelöwen und Robben beobachten, die sich auf den Eisschollen und Küstenfelsen tummeln, sowie Seeotter, die possierlichen Tierchen die im 19. Jahrhundert durch russische Pelzjäger beinahe ausgerottet wurden.

Weißkopfadler - Alaska

Doch auch für Vogelliebhaber hat Alaska einiges zu bieten, mit seinen mehr als 400 verschiedenen, teilweise sehr seltenen Vogelarten. Ebenfalls hier zu finden sind Trompetenschwäne, die als die größten Wasservögel gelten. In den küstennahen Regionen findet man vorwiegend den Weißkopfadler, der auch das Wappentier der USA ist. Die Konzentration an Weißkopfseeadlern ist in Alaska so hoch, wie nirgendwo sonst in den restlichen US-Bundesstaaten. Jedes Jahr im Herbst kann man im Chilkat Bald Eagle Reserve ein besonderes Spektakel beobachten:  zahlreiche Lachse locken die Adler hierher, die dann zu Tausenden am Flussufer und auf Bäumen auf ihre Beute lauern.

Als Tierliebhaber hat man während einer Alaska Reise die Möglichkeit, die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu erleben und ihnen eventuell sogar ganz nah zu kommen. Für Tierbeobachtungen sind besonders das Chilkat Bald Eagle State Preserve, der Denali National Park, der Kenai Fjords National Park, der Glacier Bay National Park, das Kodiak oder Kodiak Wildlife Refuge und die Region um Nome zu empfehlen. Das heißt aber nicht, dass man in anderen Teilen des Bundesstaates keine Wildtiere sieht, denn man sollte nicht vergessen, dass in Alaska mehr Tiere als Menschen leben.