Orte in der Region South Central

Anchorage

Anchorage
Anchorage - Alaska

Direkt vor der malerischen Kulisse des Gebirgszugs der Chugach Mountains, befindet sich Alaskas größte Stadt Anchorage. Die "City of Lights and Flowers", wie sie oft genannt wird, liegt an der Cook Inlet Bucht und wird durch sechs Bergmassive umrahmt. Wer einmal hier war, wird bestätigen können, dass Anchorage eher wie ein Vorort wirkt. Geradezu beeindruckend ist die Geschichte der Stadt, denn in gerademal 80 Jahren, entwickelte sich Anchorage aus einem Goldsucherlager zu Alaskas bedeutendster Wirtschaftsmetropole, weshalb sie heute auch zu Recht als Versorgungszentrum und wichtiger Handelsplatz des Bundesstaates betitelt werden kann. Sie wurde 1915 gegründet und diente damals vorwiegend als Hauptquartier für Mitarbeiter der Alaska Railroad. Anchorage ist eine Stadt voller Abenteuer und bietet den direkten Anschluss in die Wildnis, wo die schönsten Seiten Alaskas darauf warten entdeckt zu werden. Doch allzu weit muss man gar nicht gehen, um ein paar heimische Tiere Alaskas zu sehen, denn im Stadtzentrum hat man des Öfteren die Gelegenheit auf Elche zu treffen. Fast 2.000 Elche leben in der Umgebung um Anchorage und regelmäßig schlendern sie durch die Stadt, sehr zur Verwunderung der Touristen. Auch wenn die Tiere auf den ersten Blick friedlich wirken, so sollte man bedenken, dass es sich um ungezähmte Tiere handelt. Man sollte also auf Abstand gehen und sie keinesfalls füttern oder dergleichen. Dennoch hat die moderne Stadt auch zahlreiche Annehmlichkeiten zu bieten, die man von einer solch großen Metropole erwarten darf. So kann man sich beispielsweise auf ein breit gefächertes gastronomisches Angebot mit vielen exzellenten Spezialitätenrestaurants im Stadtzentrum freuen, wie auch auf vielfältige kulturelle Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten, die keine Wünsche offen lassen. Beeindruckend ist ebenfalls der Lachsfluss, der sich mitten durch das Stadtzentrum schlängelt. Vor allem im Sommer bietet er ein sehenswertes Naturschauspiel, denn dann kommen die Lachse zum Laichen, und es wirkt fast so, als würde der Ship Creek geradezu überquellen. Des Weiteren ist Anchorage Startpunkt des alljährlich stattfindenden Ididarod Schlittenhunderennens. Lohnenswert ist ein Besuch des Theaterhauses Alaska Center for the Performing Arts oder eines der zahlreichen Museen, wobei vor allem das Freilichtmuseum Alaska Native Heritage Center sehr empfehlenswert ist, denn es zeigt die Geschichte von Alaskas Ureinwohnern. Ebenfalls eindrucksvoll ist die Vielzahl der Freizeitaktivitäten, denen man in und um Anchorage nachgehen kann. Besonders beliebt sind Fels- und Eisklettern, Mountainbike-Touren, Bergwanderungen, Heliskiing, Snowcat Skiing, Skifahren und auch Paragliding. Im Sommer bietet Anchorage jede Menge Spaß und Abenteuer während sie sich im Winter ebenfalls als perfekte Destination für unvergessliche Erlebnisse entpuppt. Dafür sorgen allein schon die weiße funkelnde Schneepracht und die geheimnisvollen Polarlichter, bekannt als Aurora Borealis, in den klaren Winternächten.

Valdez

Valdez Hafen
Valdez Hafen - Alaska

Die kleine idyllische Hafenstadt Valdez befindet sich im Herzen der Bucht Prinz-William-Sund und ist vor allem bekannt als südlicher Punkt der Trans-Alaska-Pipeline sowie als Alaskas wichtigster eisfreier Hafen. Durch seine direkte Lage an der Bucht, ist das von Bergen und Gletschern umgebene Valdez ein Paradies für sämtliche Outdoor-Aktivitäten. Aufgrund der umliegenden malerischen Bergwelt, wird Valdez auch gerne "Little Switzerland" genannt. Valdez wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts, zur Zeit des Goldrauschs gegründet und nach einem spanischen Offizier namens Valdez benannt. In die Schlagzeilen geriet Valdez erstmals 1964, als am Karfreitag ein Erdbeben die Stadt heimsuchte und zerstörte. In kurzer Zeit gelang es den Bewohnern ihre Stadt ein paar Meilen entfernt vom ursprünglichen Standort wieder aufzubauen. 1989 folgte dann der nächste Schicksalsschlag, als der Öltanker Exxon Valdez verunglückte und 40 Mio. Liter Rohöl ins Meer liefen. Diese Katastrophe galt bis 2010 als schwerste Ölpest in der Geschichte der USA. Heute hat sich die Umwelt wie auch die Tierwelt dank umfangreicher Säuberungsaktionen wieder größtenteils von den Folgen erholt. Aufgrund seiner herrlichen Umgebung, bietet sich Valdez als optimaler Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur an. Sehenswert sind aber auch die Überbleibsel der alten Stadt "Old Valdez", der Point of View Park und das Valdez Museum.

Homer

Homer, Alaska
Homer - Alaska

Die Stadt Homer befindet sich am Cook Inlet und liegt an der Küste der Kachemak Bay. Besonders unter Sportfischern gilt Homer als beliebte Destination, denn hier kann man besonders große Heilbutte angeln. Homer ist unter den Spitznamen "the cosmic hamlet by the sea" bekannt, bezeichnet sich selbst aber als die "Halibut Capitol of the World". Homer wurde am Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und nach dem Bergarbeiter und Goldsucher Homer Pennock benannt. Als Hauptattraktion gilt die 7 km lange Landzunge Homer Spit, wo sich auch das berühmte Wahrzeichen "Salty Dawg Saloon" befindet. Auf Homer Spit findet man einen Vielzahl, kleiner Läden, hervorragende Fischrestaurants und Bars sowie verschiedene lokale Veranstalter, die Touren und Ausflüge anbieten. Die kleine Künstlergemeinde beeindruckt außerdem mit talentierten Schmuckdesignern, Töpfern, Malern und Bildhauern, die in lokalen Geschäften und Galerien ihre Kunstwerke verkaufen. Eine gut besuchte Theaterbühne und einige Museen bestätigen Homers Ruf als "Kulturhauptstadt" der Region Southcentral. Auch hier bieten sich im Sommer wieder zahlreiche Möglichkeiten an die Natur zu erkunden. Beispielsweise kann man an einer Bärenbeobachtung oder einen Angelausflug teilnehmen. Wer es lieber ruhig angehen mag besucht das naturhistorische Pratt Museum, entspannt am Strand von Bishops Beach oder genießt ein grandioses Panorama auf dem Lookout Point.

Kenai

Willkommen auf Alaskas Halbinsel Kenai
Kenai - Alaska

Die Stadt Kenai befindet sich an der Mündung des Kenai Rivers in die Bucht Cook Inlet und erhielt ihren Namen nach der gleichnamigen Halbinsel Kenai. Ursprünglich wurde Kenai von den Dena'ina besiedelt, bis 1741 russische Händler hier ankamen und mit dem Fort St. Nicholas einen Handelsposten errichteten. Dies macht Kenai zur zweiten dauerhaften russischen Siedlung Alaskas. Kenai verspricht unvergessliche Abenteuer in Alaska und hat für jeden etwas zu bieten. Besonders der Kenai River ist bekannt für seine erstklassigen Möglichkeiten zum Königslachse angeln. Kenai ist umgeben von einer spektakulären Szenerie und einer beeindruckenden Wildnis mit einer vielfältigen Fauna und bietet dazu noch eine unglaublich reiche und interessante Geschichte. Sehenswürdigkeiten die Kenai zu bieten hat, sind die Kirche Holy Assumption of the Virgin Mary, das Kenai Historical Museum, der Aussichtspunkt Bluff View, sowie das Old Town Village. Ein weiterer lohnenswerter Abstecher ist der Beobachtungspunkt Beluga Whale Lookout, wo man regelmäßig die majestätischen weißen Belugawale beobachten kann. Ein paar Minuten davon entfernt, findet man das Kenai Visitor and Cultural Center wo man viele hilfreiche Informationen und Ausflugstipps bekommt.

Seward

Hafen in Seward
Seward - Alaska

Die Hafenstadt Seward liegt an der Resurrection Bay und ist umgeben von den herrlichen Kenai Mountains. Seward wurde offiziell im Jahr 1903 gegründet und erhielt ihren Namen nach dem ehemaligen US-Außenminister William H. Seward, der 1867 für 7,2 Mio. Dollar Alaska von den Russen gekauft hatte. Seward ist weit über die Grenzen für seinen alljährlich stattfindenden Lauf, dem Mount Marathon bekannt, der traditionell am 4. Juli veranstaltet wird und stets Unmengen von Besuchern anzieht. In Seward ist nicht nur der Anfang des 1.600 km langen Iditarod Trails sondern auch der Beginn der historischen Trasse der Eisenbahngesellschaft Alaska Railroad. 1964 wurde durch ein schweres Erdbeben, das sogenannte Karfreitagsbeben, der Hafen der Stadt zerstört, wobei fast 1,2 km Küstenstreifen im Meer versunken sind. Da die Stadt dadurch fast dem Erdboden gleichgemacht wurde, musste Seward von Grund auf wieder aufgebaut werden und ist heute nun ein florierende Hafenstadt und Touristenanlaufpunkt. Eine der Hauptattraktionen ist der in der Nähe gelegene Kenai Fjords National Park wie auch der Exit Glacier. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Seward Museum, die Seward Community Library, das Alaska Sea Life Center, das Marine Science Institute, die alte St. Peters Church sowie der Small Boat Harbor. Als Tor zum Kenai Fjords National Park bietet sich Seward als optimaler Ausgangspunkt für sämtliche Unternehmungsmöglichkeiten in der freien Natur, wozu beispielsweise Kajak- und Kanutouren, Wanderungen oder Segeln zählen. Sehr beliebt bei Touristen sind auch Tageskreuzfahrten, bei denen man einen Einblick in die wunderschöne Landschaft und Umgebung Sewards erhalten kann.

Cordova

Bucht - Prince William Sound
rince William Sound - Alaska

Direkt an der Ostküste der Bucht Prince William Sound gelegen, befindet sich die Kleinstadt Cordova. Sie wurde 1884 gegründet und nach der spanischen Stadt Córdoba durch Salvador Fidalgo benannt. Cordova bietet seinen Besuchern eine großartige Landschaft, eine beeindruckende Geschichte und eine Vielzahl an möglichen Freizeitaktivitäten in der unberührten Natur, wie Angeln, Wanderungen oder Vogelbeobachtungen. Letztere sind in Cordova sehr beliebt, denn jährlich rasten im Frühjahr und Herbst Millionen von Vögeln hier. Wer sich für eine Vogelbeobachtung interessiert, dem ist vor allem das erste Maiwochenende zu empfehlen, denn dann wird das Copper River Delta Shorebird Festival veranstaltet, bei dem sich Vogelliebhaber aus aller Welt treffen und das besondere Spektakel persönlich miterleben wollen. Weitere Sehenswürdigkeiten die Cordova zu bieten hat sind die Million Dollar Bridge und der eindrucksvolle Childs Glacier. Der Childs Glacier zählt zu Alaskas aktivsten Gletschern, der sich jedes Jahr ungefähr 152 m herausschiebt und dabei gewaltige Eisberge in den Atna River stößt. Etwas weiter von diesem beeindruckenden Gletscher entfernt, befindet sich die 1910 errichtet Million Dollar Bridge, die auch als Miles Glacier Bridge bekannt ist und von der aus man einen grandiosen Ausblick auf den Childs Glacier sowie den Miles Glacier hat. Besonders empfehlenswert in Cordova ist ein Besuch des Cordova Historical Museum, das in interessanten Ausstellungen die Geschichte der Kleinstadt wiederspiegelt. Ebenso sehenswert ist das Ilanka Cultural Center Museum wo man nicht nur zeitgenössische sondern auch historische und prähistorische Artefakte besichtigen kann und über die einst hier lebenden Ureinwohner erfahren kann. Während der Wintermonate ist Cordova ein beliebter Wintersportort, denn durch die umgebenden Chugach Mountains steht Skifahren hier ganz hoch im Kurs. Dagegen bieten sich im Sommer vor allem Touren mit einem Kayak in der Bucht des Prince William Sound an.

Whittier

Whittier, Alaska
Whittier - Alaska

Der Küstenort Whittier befindet sich an der Nordostküste der Kenai Halbinsel und liegt westlich von der Bucht des Prince William Sound. Whittier beeindruckt vor allem durch die unglaubliche Schönheit des Prince William Sound und zeigt die wahre Bedeutung des Wortes Fjord. Das hübsche Hafenstädtchen ist umgeben von hohen Bergen und vom Chugach National Forest, welcher der zweitgrößte in den USA ist und durch seine unberührte Wildnis besticht. In den Sommermonaten ergänzen vor allem Tageskreuzfahrten oder Ausflüge mit einem kleineren Boot die breite Angebotspalette an Freizeitaktivitäten, während man im Winter wunderbar Schneeschuhwanderungen unternehmen oder mit einem Snowmobil fahren kann. Die Gründung von Whittier fand erst recht spät statt, nämlich zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Alles begann mit einem Hafen und einer Bahnstation, die durch die US Army nahe dem Whittier Gletscher errichtet wurde. Noch heute prägen insbesondere zwei herausstechende Gebäude das Stadtbild, die nach dem Krieg erbaut wurden. Diese als Begich Towers bekannten Gebäude, dienten einst als Unterkunft für die Soldaten, sind heute jedoch Eigentumswohnungen. Ein besonders beeindruckendes Bauwerk war das 1953 erbaute Buckner Building, welches als Alaskas größtes Gebäude galt. Durch das Karfreitagsbeben wurde es jedoch wie viele andere Gebäude in Whittier auch, zerstört, sodass es nun nur noch ein großes, verlassenes Regierungsgebäude ist. Besucher zieht es in Whittier vor allem an die Waterfront wo einige Shops und ein paar Restaurants zu finden sind.

Kennicott

Kennecott, Alaska
Kennecott - Alaska

Kennicott befindet sich nördlich der Hafenstadt Valdez und liegt inmitten des Wrangell-St.-Elias-Nationalpark. Einst diente Kennicott als Versorgungszentrum für einige umliegende Kupferminen, doch heute ist sie nur noch eine Geisterstadt. Kennicotts Geschichte begann im August 1900, als die beiden Prospektoren Smith und Warner nahe des späteren Stadtgebietes eine Kupferader entdeckten und daraufhin eine Bergbaugesellschaft namens Chitina Mining and Exploration Company gründeten. Nachdem das Erz genauer analysiert wurde, stellte sich heraus, dass das hiesige Erzvorkommen zu diesem Zeitpunkt das ergiebigste auf der ganzen Welt war. Nur wenige Jahre später wurde schließlich die Stadt gegründet und nach dem gleichnamigen Kennicott-Gletscher im benachbarten Tal benannt. Bereits in den 1920ern wurde die erste der fünf Minen geschlossen bis 1937 schließlich offiziell die letzte Stunde der einst so florierenden Minen schlug. Seit den 1960ern ist Kennicott vollkommen verlassen, jedoch entwickelte sie sich seit den 1980ern als Geisterstadt zu einer Touristenattraktion. Die Stadt selbst erklärte man zu einem National Historic Landmark und die alten umliegenden Minen wurden zu einem National Historic Landmark District deklariert und in das National Register of Historic Places eingetragen. Die alten bunten Häuser der Geisterstadt vor der eindrucksvollen Bergkulisse, sind ein besonders beliebtes Fotomotiv. Kennicott kann während einer geführten Tour oder auf eigene Faust erkundet werden. Zudem lohnen sich auch Wanderungen durch das umgebende Gebirge, denn die hochalpine Landschaft des Wrangell-St. Elias-Nationalpark ist einfach nur atemberaubend schön und unvergesslich.