Orte in der Region Far North

Nome

Ididarod Schlittenhunderennen
Alaska-Schlittenhunderennen

Die an der Südküste der Seward Peninsula an der Bering-See gelegene Stadt Nome, stammt noch aus der Goldrauschzeit und versprüht mit ihren alten Holzbürgersteigen und den unbefestigten Straßen das Flair einer alten Frontier Town. Große Aufmerksamkeit zieht Nome jedoch jedes Jahr als Endstation des bekannten Ididarod Schlittenhunderennens auf sich. Nome ist eine interessante Kombination aus der Goldrausch-Vergangenheit Alaskas und der Eskimo-Kultur der ansässigen Inupiat. Nome kann man nur mittels Schiff oder Flugzeug erreichen, jedoch ist die Stadt mit anderen Ortschaften auf der Seward Peninsula mittels eines Straßennetzes verbunden. Die Zeit des Goldrauschs hat ihre deutlichen Spuren hinterlassen, so sieht man vereinzelt noch alte Dampfloks, einstige Goldschürfeplätze, hinterlassene Goldbagger und zerfallene bis marode Holzbrücken. Die Landschaft um Nome ist gekennzeichnet durch die weite Tundra und üppige Formationen an Wildblumen. In Sichtweite von der Straße aus, kann man Rentiere und große Herden von Moschusochsen beim Grasen zusehen. Neben zahlreichen Aktivitäten die in der Natur unternommen werden können, empfiehlt sich auch ein Besuch des Carrie McLain Memorial Museum, wo man mehr über das Leben und Wirken der Goldsucher anhand zahlreicher seltener Artefakte erfahren kann und man erhält außerdem einen Einblick in das Leben der Beringsee-Eskimos.

Kotzebue

Fische zum Trocknen
Alaska - Fische trocknen

Kotzebue befindet sich in der nordwestlichen Arktis Region Alaskas und liegt auf einer Landzunge im Kotzebue Sound. Sie ist eine der ältesten Siedlungen der Inupiat-Eskimos, die selbst heute noch den traditionell überlieferten Lebensstil zelebrieren. Bekannt und angesehen ist sie vor allem als optimaler Ausgangspunkt für Flusswanderungen, da sie sich nahe der Flüsse Kobuk, Selawik und Noatak befindet. Hier kann man sehen wie Fische zum Trocknen vorbereitet oder Fischerboote repariert werden und quasi einen Einblick in das Leben der Einwohner erhalten. Hier in Kotzebue kann man auch wunderbar die Mitternachtssonne und das Naturschauspiel das sie mit sich bringt beobachten. Dieses Phänomen erlebt man nur im Sommer, denn dann geht die Sonne für ca. 36 Tage nicht unter. Kotzebue dient für die umliegenden Ortschaften als Versorgungszentrum. Gehandelt wird hier vor allem mit Waren wie Robbenfett, Häuten, Fellen sowie Waffen und Munition. Die Menschen in dieser Region leben sehr einfach und traditionell, weshalb sie auch auf die Jagd gehen und Beeren sammeln. Lohnenswert ist ein Besuch im örtlichen NANA Museum of the Arctic, welches die Kultur der Inupiat zeigt.

Barrow

Karibus
Karibus - Alaska

Barrow liegt direkt am Arktischen Ozean und ist Alaskas größte Eskimogemeinde. Gleichzeitig ist Barros der nördlich gelegenste Ort der gesamten USA und aus diesem Grund geht hier zwischen dem 10. Mai und dem 2. August die Sonne nicht unter. Archäologische Funde haben bewiesen, dass bereits seit 800 v. Chr. das Gebiet besiedelt wurde. Nicht umsonst zählt Barrow schließlich zu den ältesten bewohnten Ortschaften in den Vereinigten Staaten. Der Name der Gemeinde stammt aus der Inupiaq Sprache und bedeutet übersetzt ungefähr "Platz, wo Eulen gejagt werden". Auch heute noch gehört jagen und sammeln zum Alltag der hier lebenden Eskimos. Je nach Saison wird auch Jagd auf Enten, Wale, Walrosse oder Karibus gemacht. Ein Besuch Barrows ist besonders im Sommer lohnenswert. Dann empfiehlt sich beispielsweise ein Abstecher zum Inupiat Heritage Center, wo man Kunsthandwerke erwerben kann, aber auch selbstgemachte Pelzhandschuhe oder Parkas, sowie Elfenbeinschnitzereien. Gegenüber dem Flughafen findet man das 1982 erbaute Will Rogers and Wiley Post Monument. Es wurde in Erinnerung an den berühmten Piloten und den amerikanischen Comedian erbaut, die bei einem Flugzeugabsturz im Jahr 1935 nahe Barrow starben. Ebenfalls sehenswert ist die Cape Smythe Whaling and Trading Station, die das älteste Gebäude in Alaskas Arktik ist.

Coldfoot

Die kleine Ortschaft Coldfoot ist eine der wenigen Gemeinden, die sich nördlich des Polarkreises befindet und über eine Straße erreichbar sind. Hauptsächlich dient Coldfoot als Zwischenstopp für diejenigen, die auf dem Dalton Highway unterwegs sind oder für Trucks auf dem Weg zur Pipeline Station bei Prudhoe Bay. Zu Beginn war Coldfoot eine alte Bergbausiedlung mit dem Namen Slate Creek. Um 1900 erhielt er schließlich seinen heutigen Namen durch Goldsucher, die bei ihrer Suche nach Gold im Koyukuk River kalte Füße bekamen und prompt wieder umkehrten. Im Jahr 1902 gab es hier lediglich zwei Rasthäuser, eine Spielhalle, sieben Salons und zwei Geschäfte. Heute sieht das ganze jedoch etwas anders aus. Dank seiner eindrucksvollen Lage in den südlichen Ausläufern der Bergkette Brooks Range, ist Coldfood vor allem ein wichtiger Ausgangspunkt für sämtliche Ausflüge in das Arctic National Wildlife Refuge oder in den Gates of the Arctic National Park and Preserve. Zusätzlich befindet sich in Coldfoot ein Besucherzentrum, in dem Touristen wertvolle Informationen zur Region und möglichen Ausflügen bekommen. Außerdem kann man in den Flüssen um Coldfoot sehr gut angeln oder Wanderungen in der Umgebung unternehmen.